Workshopschiene – Forum 2026

Logo der Veranstaltung "Forum - Gemeinsam Lernen 2026" Termin: Mittwoch 25. Februar 2026 im Kulturhaus Lüdenscheid

Workshopschiene

Die Beschreibungen der Workshops werden sukzessiv ergänzt. Die Anmeldung wird voraussichtlich Ende Januar geöffnet.

 BeschreibungReferent*in     Ort     
WS1„Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen“ – Sicheres Auftreten in schwierigen Konflikten
Der souveräne Umgang mit herausforderndem Verhalten
vermittelt sich nicht nur durch theoretische Inputs, sondern vor
allem durch deren praktische Anwendung und Training. In
zahlreichen Übungen und mit Hilfe von Rollenspielen
werden die wichtigsten Inhalte des Seminars immer wieder
erprobt und geprobt. Die konkreten Rollenspiel-Situationen
ergeben sich aus den täglichen Herausforderungen der jeweiligen
Teilnehmer*innen des Workshops.
Bei diesem Seminar handelt es sich um ein praktisches Training
ohne Power-Point, Arbeitsblätter oder Tische. Denn damit der
souveräne Auftritt in Konflikten und der sichere Umgang mit
herausforderndem Verhalten schon in der nächsten
Unterrichtsstunde, der nächsten Gruppensitzung oder der
nächsten Aufsicht angewendet werden kann, bedarf es hoher
Praxisanteile und vielfältiger Übungs-Sequenzen.
Bernhard Altfeld
EM/POWER Konflikttraining
WS2Starke Bindung – Starkes Selbst: Wie Beziehungen
SchülerInnen im Jugendalter wachsen lassen

Der Workshop skizziert anhand der Bindungstheorie nach
Bowlby, die Verteilung der Bindungsqualitäten im Jugendalter,
mit besonderem Fokus auf den Förderschwerpunkt Emotionale
und soziale Entwicklung. Zudem wird der Einfluss der
Bindungsqualität auf das Selbstkonzept anhand der Ergebnisse
aus empirischen Studien dargestellt und konkrete
Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag entwickelt, um das
(schulische) Selbstkonzept der SchülerInnen aktiv zu
unterstützen und so langfristig ihre Lern- und
Entwicklungschancen zu verbessern. Der Workshop vermittelt
Ideen zur Förderung einer vertrauensvollen Lehrenden-
Lernenden-Beziehung anhand des bindungsbasierten
Förderansatzes „Banking-Time“ und Ideen zur Stärkung des
Selbstwerts, welcher emotionale Sicherheit bieten und
SchülerInnen dabei unterstützen soll, Vertrauen in sich selbst
und andere zu entwickeln.
[Focus: Bindungstheoretischer Teil: eher Sek I, Handlungsmöglichkeiten: beide Schulstufen]
Sabrina Opitz 
Sonderpädagogin an einer Sekundarschule (GMS Burbach-
Neunkirchen) 
WS3Einführung in die Deutsche Gebärdensprache (DGS)
Die Teilnehmer*innen bekommen Einblicke in die DGS. Sie erlernen Grundvokabeln (z.B. Zahlen, Farben, schulische Begriffe), lernen das Fingeralphabet kennen und erwerben Basiskenntnisse im Kontext von Gehörlosigkeit und Gebärdensprache.
Oliver Britz, Nelly Harms, Emilia Wohner 
ZfsL Lüdenscheid 
WS4  Ozobot, 3D Brille, 3D Doodler und Co, wie können neue digitale Medien meinen Unterricht bereichern
Roboting, Coding, Virtual Reality?
Braucht Schule das? Das ist nichts für Sie oder davon haben Sie noch nichts gehört? Dann könnte dieser Workshop interessant sein.
 
Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte, ohne große Vorerfahrung mit dem Umgang von 3 D Brille, kleinen Robotern oder anderen einfachen digitalen Medien. Keine Angst- auch wir lernen noch mit all dem umzugehen.
 Der Ausbau digitaler Kompetenz ist für eine Schule der Zukunft unverzichtbar. Durch die Vielfalt an Angeboten fällt eine Orientierung in der digitalisierten Welt vielen Lehrkräften oft schwer. Aus diesem Grund hat das Land den Medienzentren und den Ausbildungsstätten der ZfsL über das DMP Paket (Digital Making Places) zahlreiche neue digitale Medien zur Verfügung gestellt, die dem Ausbau digitaler Kompetenzen und der Verbesserung von Unterricht dienlich sind.
 Im kurzen theoretischen Teil werfen wir einen Blick in den Orientierungsrahmen für Lehrkräfte in der digitalisierten Welt und denken über (digitales) ‚Makings‘ nach.
Danach entdecken wir spielerisch verschiedene Medien und überlegen gemeinsam, worin der Mehrgewinn des Einsatzes dieser Medien im Unterricht liegen kann.
Dr. Judith Vriesen/  
Dr. Sandra Mubaraka 
ZfsL Lüdenscheid 
WS5Lehrerinnen und Lehrer hinter Gittern
Es gibt Lehrerinnen und Lehrer, die ihren Beruf an einem ungewöhnlichen Ort ausüben: in Justizvollzugsanstalten 
 
Warum findet pädagogische Arbeit an diesem Ort statt? 
Die Freiheitsstrafe ist ein Mittel des Staates, Straftaten zu sanktionieren. Der Vollzug der Strafe dient – dies ist in § 1 des Gesetzes zur Regelung des Vollzuges der Freiheitsstrafe in Nordrhein-Westfalen festgesetzt – vor allem dazu, so auf die Gefangenen einzuwirken, dass sie nach ihrer Entlassung fähig sind, „in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen“.  
Entscheidend für eine soziale und psychische Stabilität in Freiheit ist, dass die straffällig gewordenen Personen nach ihrer Haft berufliche Perspektiven haben und für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen können. Daher ist die pädagogische Arbeit hauptamtlich tätiger Lehrerinnen und Lehrer ein wesentlicher Aspekt des Strafvollzuges. 
 
In diesem Workshop erhalten Sie einen kleinen Einblick in das Leben einer/s Inhaftierten und deren Möglichkeiten während der Haftzeit. Gleichzeitig wird die Tätigkeit einer Justizvollzugslehrerin/ eines Justizvollzugslehrers vorgestellt.  
Mareike Friedrich 
Fachbereich Pädagogik im Justizvollzug NRW 
WS6Förderung sozialer Integration durch Kooperatives Lernen
Kooperatives Lernen bietet unter bestimmten Bedingungen Chancen, soziale Integrationsprozesse für Schüler:innen, die in ihren Klassen sozial ausgegrenzt werden, im alltäglichen Unterricht zu fördern. Dieser Workshop thematisiert anhand wissenschaftlicher Grundlagen, welche Modifikationen im Kooperativen Lernen notwendig sind, um diese Förderung zu ermöglichen und somit soziale Beziehungen zwischen den Schüler:innen zu verbessern. Im Fokus des Workshops steht die praktische Umsetzung eines Kooperativen Lernens, in dem kontaktförderliche und damit integrationsförderliche Bedingungen verankert sind.
[Fokus auf Primarstufe]
Corinna Hank; Simone Weber 
Bergische Universität Wuppertal 
WS7Stress denkt nicht
In Stresssituationen sind wir schneller im Impuls als in logischen Denkabfolgen. Dies hat entscheidende Folgen für unser Lernen.
[Fokus auf Sekundarstufe I]
Andreas Wolf 
Jugendhilfe Wolf 
WS8Restreaktionen frühkindlicher Reflexe
und ihr Auswirkungen auf Bewegung, Lernen und Verhalten

Das Reflexintegrationstraining ist ein innovativer Ansatz, der aus einfachen
aktiven und passiven rhythmischen Bewegungsübungen besteht. Diese
Übungen werden in Verbindung mit bilateraler Hemisphärenstimulation sowie
isometrischem Druck durchgeführt. Ziel des Trainings ist es, neue
Nervenverknüpfungen zu fördern. 
[Fokus auf Primarstufe]
Andreas Althaus
Beratung mit Dreh 
WS9Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen
„2023 verfügt bereits jedes fünfte Kleinkind über ein eigenes Tablet und bereits jedes zehnte Kind über ein Handy oder Smartphone.“ (Quelle: https://www.mpfs.de/studien/minikim-studie/2023)
 
Dieser medienpädagogische Input beschäftigt sich im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung und den „Digital Natives“ mit Mediensucht, der Frage nach einem sinnvollen Umgang mit Medien und letztlich auch mit Strategien und Lösungsansätzen dafür. Auch das eigene (erwachsene) User:innenverhalten wird dabei reflektiert.
 
Aufbereitet wird der Workshop durch medienpädagogisches Fachwissen, Kriterien der WHO (ICD-11) und Grundlagen der Medienkompetenz.
Guido Kientopf
Leitung Medienzentrum Märkischer Kreis
WS10Schulhund im Einsatz 
Der Workshop vermittelt Grundlagen zu Einsatzmöglichkeiten von Schulhunden, zur Vorbereitung und zu den Voraussetzungen für einen sicheren und sinnvollen Einsatz im schulischen Alltag. Behandelt werden u. a. pädagogische Einsatzformen, Auswahl und Vorbereitung des Hundes, Hygiene- und Organisationsaspekte sowie rechtliche Rahmenbedingungen.
Durch die Analyse von Videobeispielen lernen die Teilnehmenden, das Verhalten des Hundes einzuschätzen, Stresssignale zu erkennen und konkrete Einsatzsituationen professionell zu gestalten.  
Franziska Benking 
Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Lüdenscheid 
WS11Die Klinikschule stellt verschiedene Störungsbilder und den praktischen Umgang damit vor
Nach einer kurzen Einführung zur Arbeit an der Michael-Ende-Schule geht es konkret um die Themen PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung), Depression und Angststörung. Neben einem Überblick zum jeweiligen Störungsbild erzählen wir aus unserer beruflichen Praxis und geben praktische Tipps zum Unterricht mit Kindern und Jugendlichen, die diese Symptomatiken aufweisen. In den 120 Minuten ist viel Zeit für Fragen und Austausch eingeplant.
Anna Anders, Birgit Bayer, Sarah Klappholz-Michaelsen, Sarah-Marie Buhl, Robert Staubach
MES Lüdenscheid 
WS12Strategien für hochbelastende Situationen – Der grüne Koffer & Ankündigungen
Was tun, wenn mir auch mal der Kragen platzt? Was tun, wenn bisher bewährte “Hilfsmittel” und Strategien in einer Situation einfach nicht funktionieren und wir “mit dem Latein am Ende sind”?
Im Fokus unseres Workshops steht die Deeskalation. Wir schauen uns dabei sowohl kurzfristige (für den spontanen Moment selbst) als auch langfristige (zur Musterunterbrechung) Deeskalationsstrategien an, um Konflikten im Schulalltag konstruktiv und wirksam zu begegnen. Ein Schwerpunkt liegt dabei u.a. auf dem Thema „Ankündigung“. Ankündigungen im Sinne der Neuen Autorität dienen dazu, eingefahrene Muster zu durchbrechen und die Beziehung zwischen Erwachsenen und Jugendlichen zu stärken. Sie markieren einen neuen, positiven Anfang und ermöglichen es Erwachsenen, ihre Haltung klar und präsent, aber ohne Konfrontation auszudrücken. Dabei fordern Ankündigungen Jugendliche zur Übernahme von Verantwortung auf und schaffen Raum für Deeskalation und gemeinsame Lösungsfindung. Im Workshop werden anhand von Fallbeispielen praktische Einsatzmöglichkeiten erarbeitet, um mit Ankündigungen Grenzen zu setzen und zugleich Beziehung und Autorität zu festigen.
Marie Held, Vanessa Panitz 
Europaschule am Friedenspark – Gesamtschule der Stadt Hemer 
WS13Individuelle Entwicklungsziele im kompetenzorientierten Fachunterricht – eine schulformübergreifende Planungshilfe nach dem Lüdenscheider Modell
Die Planung von Unterricht in heterogenen Lerngruppen, insbesondere im Gemeinsamen Lernen, stellt Lehrkräfte vor hohe Anforderungen. Im Workshop wird eine strukturierte Planungshilfe vorgestellt, die eine systematische Verbindung von kompetenzorientiertem Fachunterricht und individueller Förderung im Entwicklungsanliegen ermöglicht.
Anhand von drei professionellen Blickwinkeln (die 3 Dimensionen sonderpädagogischer Förderung) werden Hilfestellungen für die Unterrichtsplanung, -durchführung  und -reflexion gegeben. Die Vorgehensweise wird exemplarisch an sprachlichen sowie sprachtragenden Entwicklungsbereichen anhand von Beispielen aus dem Schulalltag verdeutlicht
Petra Piepenstock
ZfsL Lüdenscheid
WS14Sicherheit, Trost und Mut geben in schweren Zeiten
Abschiede gestalten – Übergänge erleichtern

Abschiede und Übergange sind für Kinder und Jugendliche ein einschneidender Prozess, bei dem sie Begleitung brauchen.
In der Schule fällt die Gestaltung dieser Übergänge dann schwer, wenn Konfliktfälle oder Tabuthemen wie Tod, Inobhutnahme, Wechsel zur Förderschule, o.Ä. die Ursache sind.
Der Workshop gibt handlungsorientierte Anregungen für die Reflexion und Gestaltung von solchen Abschieden in der Praxis. Ziel ist, der Klassengemeinschaft und dem zu verabschiedenen Menschen Wertschätzung zu geben und Mut für den neuen Weg zu machen.
Katharina Thimm
Schulreferat der ev. Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg