
Workshopschiene
Die Beschreibungen der Workshops werden sukzessiv ergänzt. Die Anmeldung wird voraussichtlich Ende Januar geöffnet.
| Beschreibung | Referent*in | Ort | |
| WS1 | „Wenn Nervensägen an unseren Nerven sägen“ – Sicheres Auftreten in schwierigen Konflikten Der souveräne Umgang mit herausforderndem Verhalten vermittelt sich nicht nur durch theoretische Inputs, sondern vor allem durch deren praktische Anwendung und Training. In zahlreichen Übungen und mit Hilfe von Rollenspielen werden die wichtigsten Inhalte des Seminars immer wieder erprobt und geprobt. Die konkreten Rollenspiel-Situationen ergeben sich aus den täglichen Herausforderungen der jeweiligen Teilnehmer*innen des Workshops. Bei diesem Seminar handelt es sich um ein praktisches Training ohne Power-Point, Arbeitsblätter oder Tische. Denn damit der souveräne Auftritt in Konflikten und der sichere Umgang mit herausforderndem Verhalten schon in der nächsten Unterrichtsstunde, der nächsten Gruppensitzung oder der nächsten Aufsicht angewendet werden kann, bedarf es hoher Praxisanteile und vielfältiger Übungs-Sequenzen. | Bernhard Altfeld EM/POWER Konflikttraining | |
| WS2 | Starke Bindung – Starkes Selbst: Wie Beziehungen SchülerInnen im Jugendalter wachsen lassen Der Workshop skizziert anhand der Bindungstheorie nach Bowlby, die Verteilung der Bindungsqualitäten im Jugendalter, mit besonderem Fokus auf den Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung. Zudem wird der Einfluss der Bindungsqualität auf das Selbstkonzept anhand der Ergebnisse aus empirischen Studien dargestellt und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag entwickelt, um das (schulische) Selbstkonzept der SchülerInnen aktiv zu unterstützen und so langfristig ihre Lern- und Entwicklungschancen zu verbessern. Der Workshop vermittelt Ideen zur Förderung einer vertrauensvollen Lehrenden- Lernenden-Beziehung anhand des bindungsbasierten Förderansatzes „Banking-Time“ und Ideen zur Stärkung des Selbstwerts, welcher emotionale Sicherheit bieten und SchülerInnen dabei unterstützen soll, Vertrauen in sich selbst und andere zu entwickeln. [Focus: Bindungstheoretischer Teil: eher Sek I, Handlungsmöglichkeiten: beide Schulstufen] | Sabrina Opitz Sonderpädagogin an einer Sekundarschule (GMS Burbach- Neunkirchen) | |
| WS3 | Einführung in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) Die Teilnehmer*innen bekommen Einblicke in die DGS. Sie erlernen Grundvokabeln (z.B. Zahlen, Farben, schulische Begriffe), lernen das Fingeralphabet kennen und erwerben Basiskenntnisse im Kontext von Gehörlosigkeit und Gebärdensprache. | Oliver Britz, Nelly Harms, Emilia Wohner ZfsL Lüdenscheid | |
| WS4 | Ozobot, 3D Brille, 3D Doodler und Co, wie können neue digitale Medien meinen Unterricht bereichern Roboting, Coding, Virtual Reality? Braucht Schule das? Das ist nichts für Sie oder davon haben Sie noch nichts gehört? Dann könnte dieser Workshop interessant sein. Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte, ohne große Vorerfahrung mit dem Umgang von 3 D Brille, kleinen Robotern oder anderen einfachen digitalen Medien. Keine Angst- auch wir lernen noch mit all dem umzugehen. Der Ausbau digitaler Kompetenz ist für eine Schule der Zukunft unverzichtbar. Durch die Vielfalt an Angeboten fällt eine Orientierung in der digitalisierten Welt vielen Lehrkräften oft schwer. Aus diesem Grund hat das Land den Medienzentren und den Ausbildungsstätten der ZfsL über das DMP Paket (Digital Making Places) zahlreiche neue digitale Medien zur Verfügung gestellt, die dem Ausbau digitaler Kompetenzen und der Verbesserung von Unterricht dienlich sind. Im kurzen theoretischen Teil werfen wir einen Blick in den Orientierungsrahmen für Lehrkräfte in der digitalisierten Welt und denken über (digitales) ‚Makings‘ nach. Danach entdecken wir spielerisch verschiedene Medien und überlegen gemeinsam, worin der Mehrgewinn des Einsatzes dieser Medien im Unterricht liegen kann. | Dr. Judith Vriesen/ Dr. Sandra Mubaraka ZfsL Lüdenscheid | |
| WS5 | Lehrerinnen und Lehrer hinter Gittern Es gibt Lehrerinnen und Lehrer, die ihren Beruf an einem ungewöhnlichen Ort ausüben: in Justizvollzugsanstalten Warum findet pädagogische Arbeit an diesem Ort statt? Die Freiheitsstrafe ist ein Mittel des Staates, Straftaten zu sanktionieren. Der Vollzug der Strafe dient – dies ist in § 1 des Gesetzes zur Regelung des Vollzuges der Freiheitsstrafe in Nordrhein-Westfalen festgesetzt – vor allem dazu, so auf die Gefangenen einzuwirken, dass sie nach ihrer Entlassung fähig sind, „in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen“. Entscheidend für eine soziale und psychische Stabilität in Freiheit ist, dass die straffällig gewordenen Personen nach ihrer Haft berufliche Perspektiven haben und für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen können. Daher ist die pädagogische Arbeit hauptamtlich tätiger Lehrerinnen und Lehrer ein wesentlicher Aspekt des Strafvollzuges. In diesem Workshop erhalten Sie einen kleinen Einblick in das Leben einer/s Inhaftierten und deren Möglichkeiten während der Haftzeit. Gleichzeitig wird die Tätigkeit einer Justizvollzugslehrerin/ eines Justizvollzugslehrers vorgestellt. | Mareike Friedrich Fachbereich Pädagogik im Justizvollzug NRW | |
| WS6 | Förderung sozialer Integration durch Kooperatives Lernen Kooperatives Lernen bietet unter bestimmten Bedingungen Chancen, soziale Integrationsprozesse für Schüler:innen, die in ihren Klassen sozial ausgegrenzt werden, im alltäglichen Unterricht zu fördern. Dieser Workshop thematisiert anhand wissenschaftlicher Grundlagen, welche Modifikationen im Kooperativen Lernen notwendig sind, um diese Förderung zu ermöglichen und somit soziale Beziehungen zwischen den Schüler:innen zu verbessern. Im Fokus des Workshops steht die praktische Umsetzung eines Kooperativen Lernens, in dem kontaktförderliche und damit integrationsförderliche Bedingungen verankert sind. [Fokus auf Primarstufe] | Corinna Hank; Simone Weber Bergische Universität Wuppertal | |
| WS7 | Stress denkt nicht In Stresssituationen sind wir schneller im Impuls als in logischen Denkabfolgen. Dies hat entscheidende Folgen für unser Lernen. [Fokus auf Sekundarstufe I] | Andreas Wolf Jugendhilfe Wolf | |
| WS8 | Restreaktionen frühkindlicher Reflexe und ihr Auswirkungen auf Bewegung, Lernen und Verhalten Das Reflexintegrationstraining ist ein innovativer Ansatz, der aus einfachen aktiven und passiven rhythmischen Bewegungsübungen besteht. Diese Übungen werden in Verbindung mit bilateraler Hemisphärenstimulation sowie isometrischem Druck durchgeführt. Ziel des Trainings ist es, neue Nervenverknüpfungen zu fördern. [Fokus auf Primarstufe] | Andreas Althaus Beratung mit Dreh | |
| WS9 | Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen „2023 verfügt bereits jedes fünfte Kleinkind über ein eigenes Tablet und bereits jedes zehnte Kind über ein Handy oder Smartphone.“ (Quelle: https://www.mpfs.de/studien/minikim-studie/2023) Dieser medienpädagogische Input beschäftigt sich im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung und den „Digital Natives“ mit Mediensucht, der Frage nach einem sinnvollen Umgang mit Medien und letztlich auch mit Strategien und Lösungsansätzen dafür. Auch das eigene (erwachsene) User:innenverhalten wird dabei reflektiert. Aufbereitet wird der Workshop durch medienpädagogisches Fachwissen, Kriterien der WHO (ICD-11) und Grundlagen der Medienkompetenz. | Guido Kientopf Leitung Medienzentrum Märkischer Kreis | |
| WS10 | Schulhund im Einsatz Der Workshop vermittelt Grundlagen zu Einsatzmöglichkeiten von Schulhunden, zur Vorbereitung und zu den Voraussetzungen für einen sicheren und sinnvollen Einsatz im schulischen Alltag. Behandelt werden u. a. pädagogische Einsatzformen, Auswahl und Vorbereitung des Hundes, Hygiene- und Organisationsaspekte sowie rechtliche Rahmenbedingungen. Durch die Analyse von Videobeispielen lernen die Teilnehmenden, das Verhalten des Hundes einzuschätzen, Stresssignale zu erkennen und konkrete Einsatzsituationen professionell zu gestalten. | Franziska Benking Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Lüdenscheid | |
| WS11 | Die Klinikschule stellt verschiedene Störungsbilder und den praktischen Umgang damit vor Nach einer kurzen Einführung zur Arbeit an der Michael-Ende-Schule geht es konkret um die Themen PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung), Depression und Angststörung. Neben einem Überblick zum jeweiligen Störungsbild erzählen wir aus unserer beruflichen Praxis und geben praktische Tipps zum Unterricht mit Kindern und Jugendlichen, die diese Symptomatiken aufweisen. In den 120 Minuten ist viel Zeit für Fragen und Austausch eingeplant. | Anna Anders, Birgit Bayer, Sarah Klappholz-Michaelsen, Sarah-Marie Buhl, Robert Staubach MES Lüdenscheid | |
| WS12 | Strategien für hochbelastende Situationen – Der grüne Koffer & Ankündigungen Was tun, wenn mir auch mal der Kragen platzt? Was tun, wenn bisher bewährte “Hilfsmittel” und Strategien in einer Situation einfach nicht funktionieren und wir “mit dem Latein am Ende sind”? Im Fokus unseres Workshops steht die Deeskalation. Wir schauen uns dabei sowohl kurzfristige (für den spontanen Moment selbst) als auch langfristige (zur Musterunterbrechung) Deeskalationsstrategien an, um Konflikten im Schulalltag konstruktiv und wirksam zu begegnen. Ein Schwerpunkt liegt dabei u.a. auf dem Thema „Ankündigung“. Ankündigungen im Sinne der Neuen Autorität dienen dazu, eingefahrene Muster zu durchbrechen und die Beziehung zwischen Erwachsenen und Jugendlichen zu stärken. Sie markieren einen neuen, positiven Anfang und ermöglichen es Erwachsenen, ihre Haltung klar und präsent, aber ohne Konfrontation auszudrücken. Dabei fordern Ankündigungen Jugendliche zur Übernahme von Verantwortung auf und schaffen Raum für Deeskalation und gemeinsame Lösungsfindung. Im Workshop werden anhand von Fallbeispielen praktische Einsatzmöglichkeiten erarbeitet, um mit Ankündigungen Grenzen zu setzen und zugleich Beziehung und Autorität zu festigen. | Marie Held, Vanessa Panitz Europaschule am Friedenspark – Gesamtschule der Stadt Hemer | |
| WS13 | Individuelle Entwicklungsziele im kompetenzorientierten Fachunterricht – eine schulformübergreifende Planungshilfe nach dem Lüdenscheider Modell Die Planung von Unterricht in heterogenen Lerngruppen, insbesondere im Gemeinsamen Lernen, stellt Lehrkräfte vor hohe Anforderungen. Im Workshop wird eine strukturierte Planungshilfe vorgestellt, die eine systematische Verbindung von kompetenzorientiertem Fachunterricht und individueller Förderung im Entwicklungsanliegen ermöglicht. Anhand von drei professionellen Blickwinkeln (die 3 Dimensionen sonderpädagogischer Förderung) werden Hilfestellungen für die Unterrichtsplanung, -durchführung und -reflexion gegeben. Die Vorgehensweise wird exemplarisch an sprachlichen sowie sprachtragenden Entwicklungsbereichen anhand von Beispielen aus dem Schulalltag verdeutlicht | Petra Piepenstock ZfsL Lüdenscheid | |
| WS14 | Sicherheit, Trost und Mut geben in schweren Zeiten Abschiede gestalten – Übergänge erleichtern Abschiede und Übergange sind für Kinder und Jugendliche ein einschneidender Prozess, bei dem sie Begleitung brauchen. In der Schule fällt die Gestaltung dieser Übergänge dann schwer, wenn Konfliktfälle oder Tabuthemen wie Tod, Inobhutnahme, Wechsel zur Förderschule, o.Ä. die Ursache sind. Der Workshop gibt handlungsorientierte Anregungen für die Reflexion und Gestaltung von solchen Abschieden in der Praxis. Ziel ist, der Klassengemeinschaft und dem zu verabschiedenen Menschen Wertschätzung zu geben und Mut für den neuen Weg zu machen. | Katharina Thimm Schulreferat der ev. Kirchenkreise Iserlohn und Lüdenscheid-Plettenberg |